Heimnetz Dennis 4 min Lesezeit 799 Wörter

Speedport auf Werkseinstellungen zurücksetzen: Reset richtig machen

Speedport auf Werkseinstellungen zurücksetzen: per Reset-Taste oder über die Oberfläche. Was dabei gelöscht wird, wann sich ein Reset lohnt und was du vorher sichern solltest.

Ein Reset wirkt wie die Universallösung, wenn der Router spinnt: einmal zurücksetzen, und alles ist wieder gut. Manchmal stimmt das, oft schießt man damit aber über das Ziel hinaus und löscht Einstellungen, die man danach mühsam neu eintippen muss. Gerade bei einem vergessenen Passwort gibt es meist einen sanfteren Weg.

Wann sich der Reset wirklich lohnt und was dabei verschwindet, klären wir zuerst. Danach die zwei Wege, ihn durchzuführen.

Was ein Reset löscht und wann er sinnvoll ist

Ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen versetzt den Speedport in den Auslieferungszustand. Weg sind danach: deine Internet-Zugangsdaten, dein selbst gewählter WLAN-Name und WLAN-Schlüssel, alle Portfreigaben sowie sämtliche individuellen Einstellungen. Es gilt anschließend wieder das ursprüngliche Gerätepasswort vom Aufkleber.

Sinnvoll ist der harte Reset bei hartnäckigen Verbindungsproblemen, die kein Neustart löst, vor der Weitergabe oder Rückgabe des Geräts, oder wenn du wirklich gar nicht mehr in die Box kommst. Nicht der erste Griff sollte der Reset dagegen bei einem vergessenen Gerätepasswort sein, dafür gibt es über EasySupport einen Weg ohne Datenverlust, beschrieben unter Speedport Gerätepasswort vergessen.

Vorher sichern: Zugangsdaten bereitlegen

Bevor du zurücksetzt, leg dir die Dinge bereit, die du danach neu eingeben musst. Das spart hinterher Nerven. Konkret brauchst du:

  • Deine Telekom-Zugangsdaten für die Internet-Einrichtung (bei aktuellen Anschlüssen erkennt der Speedport die Konfiguration oft automatisch über EasySupport).
  • Den gewünschten WLAN-Namen und WLAN-Schlüssel, falls du nicht wieder die Werkswerte nutzen willst.
  • Eine Notiz deiner Portfreigaben, falls du welche eingerichtet hattest.

Mein Tipp: Mach vor dem Reset schnell ein Foto von deinen wichtigsten Einstellungsseiten, sofern du noch in die Oberfläche kommst. Das ist in zwei Minuten erledigt und erspart dir später das Rätselraten, welche Ports oder Einstellungen du eigentlich hattest.

Variante 1: Reset über die Reset-Taste

Diese Variante funktioniert immer, auch wenn du nicht mehr in die Oberfläche kommst:

  • Such auf der Rückseite des Speedports neben dem Ein-/Ausschalter die kleine, mit Reset beschriftete Öffnung.
  • Drücke den dahinterliegenden Knopf mit einem spitzen Gegenstand (Büroklammer) mindestens 5 Sekunden.
  • Lass los und warte, bis der Router komplett neu startet, das dauert ein paar Minuten.

Während des Neustarts blinken die Leuchten, und der Speedport richtet sich neu ein. Zieh in dieser Zeit auf keinen Fall den Strom, ein unterbrochener Reset kann die Box im schlimmsten Fall in einen unklaren Zustand bringen.

Variante 2: Reset über die Weboberfläche

Kommst du noch in die Oberfläche, geht es auch ohne Büroklammer:

  • Melde dich unter http://speedport.ip mit deinem Gerätepasswort an.
  • Öffne Einstellungen und dann Problembehandlung.
  • Wähle Werkseinstellungen und bestätige die Sicherheitsabfrage.

Der Effekt ist identisch zur Reset-Taste: Der Router landet im Auslieferungszustand. Der Vorteil dieser Variante ist nur, dass du nicht hinter den Router greifen musst.

Nach dem Reset: Speedport neu einrichten

Nach dem Reset meldest du dich mit dem Gerätepasswort vom Aufkleber wieder an. Bei aktuellen Telekom-Anschlüssen läuft die Interneteinrichtung danach meist automatisch über EasySupport, der Speedport zieht sich die Zugangsdaten selbst. Falls nicht, trägst du sie manuell ein.

Danach vergibst du am besten gleich wieder ein eigenes, sicheres WLAN-Passwort, statt den Werkscode zu behalten. Wie das geht, steht unter Speedport WLAN-Passwort ändern. Hattest du Portfreigaben, richtest du diese nach der Speedport-Portfreigabe-Anleitung neu ein.

Wenn du ohnehin gerade alles neu aufsetzt und die Box schon älter ist, ist das der natürliche Moment für ein Upgrade. Der aktuelle Speedport Smart 4 R2 funkt mit Wi-Fi 6 und bringt eine DECT-Basis sowie eine Magenta-SmartHome-Zentrale mit. Gerade wenn der Reset wegen wiederkehrender Verbindungsprobleme bei einem älteren Modell nötig war, löst neuere Hardware oft mehr als jedes Zurücksetzen.

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Fazit

Ein Reset bringt den Speedport zuverlässig in den Auslieferungszustand, löscht dabei aber konsequent alles: Internet, WLAN, Freigaben. Setz ihn deshalb gezielt ein, bei echten Verbindungsproblemen oder vor der Geräteweitergabe, nicht reflexhaft bei jedem Wehwehchen.

Bei einem vergessenen Passwort lohnt sich fast immer zuerst der sanfte Weg über EasySupport. Und wenn es doch der harte Reset wird, leg vorher deine Zugangsdaten bereit, dann ist die Box in einer Viertelstunde wieder einsatzbereit.

Häufige Fragen

Wie lange muss ich die Reset-Taste gedrückt halten?

Mindestens 5 Sekunden, am besten mit einer Büroklammer in der kleinen Öffnung auf der Rückseite. Lässt du zu früh los, passiert nichts oder der Router macht nur einen normalen Neustart, ohne die Einstellungen zu löschen.

Verliere ich nach dem Reset meine Internetverbindung dauerhaft?

Nein. Die Internet-Zugangsdaten werden zwar gelöscht, bei aktuellen Telekom-Anschlüssen richtet sich der Speedport danach aber meist automatisch über EasySupport wieder ein. Notfalls trägst du die Zugangsdaten einmal manuell ein, danach läuft die Verbindung wie zuvor.

Was ist der Unterschied zwischen Neustart und Werksreset?

Ein Neustart trennt nur kurz den Strom und lädt die bestehende Konfiguration neu, alle Einstellungen bleiben erhalten. Ein Werksreset löscht dagegen alle individuellen Einstellungen und stellt den Auslieferungszustand her. Bei den meisten Problemen reicht der schonende Neustart, der Reset ist das schwerere Geschütz.

Gilt nach dem Reset wieder das alte Gerätepasswort vom Aufkleber?

Ja. Nach einem Werksreset ist jedes selbst gesetzte Gerätepasswort weg, und es gilt wieder der ab Werk vergebene Code auf dem Aufkleber an der Unter- oder Rückseite. Genau deshalb ist der Reset auch die Notlösung, wenn du dein selbst geändertes Passwort vergessen hast.

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